Wenn Abenteurer zu Hause bleiben müssen

Gürel Sahin camping

Wenn Abenteurer zu Hause bleiben müssen

Gürel Sahin ist leidenschaftlicher Fotograf und ein echter Abenteurer. In der jahrelangen Kooperation mit Leatherman konnte er nicht nur atemberaubend schöne Bilder schießen, sondern wurde auch schon gemeinsam mit seiner Frau Martha von Markengründer Tim Leatherman persönlich in der Produktion in Portland, USA begrüßt. Wie dieses Kennenlernen stattgefunden hat, was man als Outdoor-Enthusiast in einer Pandemie so treibt und welche Werkzeuge sein selbstgebautes Traum-Leatherman-Tool hätte, verrät er uns im Interview.

F: Hallo Gürel! Schön, dass du die Zeit für das Gespräch gefunden hast. Dann legen wir gleich mal los: Wie ist deine Leidenschaft für das Abenteuer draußen entstanden?

 

A: Diese Leidenschaft entstand durch meinen Job – ich bin Fotograf. Vor ein paar Jahren war ich einfach begeistert von der Landschaftsfotografie. Es hat mich immer nach draußen gezogen und ich habe angefangen, mich in die Berge zu begeben. Einmal da gewesen, musste ich auch immer wieder dorthin zurück. So entstand die Passion dafür, die Natur in all ihren Facetten zu erleben und festzuhalten. Nicht nur zu verschiedenen Jahres-, sondern auch Tageszeiten. Vor allem morgens entsteht dort für mich eine ganz besondere Stimmung, die so unglaublich einmalig ist.

 

F: Kannst du dich an deinen ersten Trip mit deiner Frau Martha erinnern? Wohin hat es euch verschlagen?

 

A: Unser erster gemeinsamer Trip war im Januar 2018. Da ging es nach Berchtesgaden, an den Königssee. Dort habe ich Martha zum ersten Mal einen besonderen Aussichtspunkt oberhalb des Königssees gezeigt, den man nicht so einfach erreichen kann – da muss man schon ein bisschen kraxeln, um dort anzukommen. Der Ort ist mittlerweile ein beliebter Foto-Spot, aber nicht leicht zu finden.

 

F: Wie konntet ihr eure Abenteuer-Lust während der Pandemie ausgleichen?

 

A: Die Reisebeschränkungen haben uns natürlich auch dazu gezwungen, weniger unterwegs sein zu können. Allerdings konnten wir so zum ersten Mal nach langer Zeit ganz in Ruhe unsere Reisen und Abenteuer, die wir vor der Pandemie erlebt haben, Revue passieren lassen, indem wir uns mal wieder die Bilder unserer Trips ohne Hektik angeschaut haben. Das kommt zu kurz, wenn man oft unterwegs ist. Wir hatten eigentlich nie wirklich Zeit dafür, unsere Erlebnisse nachträglich zu verarbeiten und zu genießen. Zusätzlich haben wir angefangen, uns regional etwas umzusehen. Wir haben geschaut, wo man hier wandern gehen kann und was sich hier noch so fotografieren lässt. Dabei haben wir echt ein paar schöne Wandertouren hier in der Gegend, im Pfälzer Wald, gefunden.

 

F: Inzwischen gab es ja einige Lockerungen der Reisebeschränkungen. Wo ging es als Erstes nach der Lockerung der Reisebeschränkungen hin?

 

A: Also, die erste Adresse war Südtirol, Dolomiten. Für uns war schon vorher klar: Wenn die Reisebeschränkungen fallen, sind wir wieder dort! Wir haben natürlich immer den Anspruch, schöne Bilder zu machen. In den Dolomiten ist es einfach speziell, weil wir dort unsere Abenteuerlust ausleben können, aber auch unsere Fotos schießen und unsere Kunden mit dem nötigen Bildmaterial versorgen. Was anderes ist es natürlich, wenn die USA die Reisebeschränkungen auch fallen lassen hätten – dann wären wir definitiv als Erstes dort hin. Da waren wir jetzt seit fast zwei Jahren nicht mehr und das wäre jetzt auf der Liste ganz, ganz oben.

 

F: Gibt es dennoch einen Fleck auf diesem Planeten, den ihr noch nicht bereist habt, den ihr aber unbedingt noch sehen wollt?

 

A: Ja, es gibt sehr viele Orte, an denen wir tatsächlich noch nicht waren. Also, ich persönlich denke da so an Afrika. Ich war zwar schon auf dem Kontinent unterwegs, aber was mich tatsächlich mittlerweile sehr reizt ist das Thema Safari und die Möglichkeit, wilde Tiere einfach mal live zu sehen und zu fotografieren. Das ist für mich, glaube ich, das nächste Abenteuer. Diese Idee tobt immer stärker in mir und mittlerweile bin ich so weit, dass ich sagen kann, dass wir, wenn die Reisebeschränkungen es erlauben, spätestens Anfang nächsten Jahres nach Afrika reisen werden. Denn das ist tatsächlich etwas, was ich noch nie gemacht habe. Aber klar, auch asiatische Länder wie Japan oder Indonesien finden wir super interessant, weil wir da noch nicht waren und ich glaube, in den nächsten zwei, drei Jahren werden wir uns auch in diese Richtung begeben.

 

F: Du steigst ins Auto und machst dich auf den Weg zum nächsten Camping Trip: Was sind deine fünf Must-haves für unterwegs?


A: Hm, Camping-Trip. Also, meine Kamera darf nie fehlen, mein Leatherman darf nicht fehlen, mein Fotorucksack darf nicht fehlen … und dann noch auf jeden Fall – gut, meine Frau! Aber ich glaube, es ist klar, dass sie dabei ist. Deshalb habe ich sie jetzt nicht als erstes erwähnt (lacht). Bleiben nur noch Nummer vier und fünf. Da würde ich sagen: gutes Schuhwerk und eine gute Jacke!

 

F: Eure Fotografien und Videos sind sehr ästhetisch und emotional aufgeladen. Meistens sind es traumhafte landschaftliche Kulissen weltweit, die perfektionistisch und in voller Schönheit von euch festgehalten werden. Wie wichtig ist euch eine eben solche Qualität auch bei euren Kooperationspartnern?

 

A: Tatsächlich ist es uns der Qualität und Ästhetik unserer Arbeit entsprechend sehr wichtig, dass wir gute, nachhaltige Kooperationspartner haben. Da wir jetzt nicht bekannt dafür sind, mit vielen Partnern zu arbeiten, haben wir uns dafür entschieden, nur Partnerschaften mit nachhaltigem Sinn und Zweck einzugehen. Wir möchten, dass sie zu uns und unseren Alltag passen und das eben nicht nur für einen kurzen Moment. Die Kooperation mit Leatherman besteht deshalb nicht ohne Grund bereits seit über zwei Jahren. Die Multi-Tools sind nicht nur pragmatisch für unsere Trips, sondern auch optisch ein Hingucker. Die Vielseitigkeit der Tools besteht eben nicht nur in den vielen Funktionen, sondern auch im Design. Für mich als Fotograf ist das natürlich umso reizender, denn so machen Fotoshootings ziemlich Spaß, die sowohl das Tool in Action, als auch die hochwertige Verarbeitung in Close-Ups zeigen.

 

F: Schon lange sind du und Martha feste Leatherman-Markenbotschafter. In der 2-jährigen Zusammenarbeit habt ihr schon einiges erlebt – was waren bislang eure absoluten Highlights?

 

A: Mein Highlight der Kooperation mit Leatherman war ganz klar, als wir Tim Leatherman in Portland besuchen durften! Ich erzähle Freunden heute immer noch gern davon. Wir wurden von ihm persönlich empfangen und er hat uns eine Schachtel Donuts zur Begrüßung mitgebracht. Das fanden wir ziemlich cool und sympathisch. Tim hat sich sehr viel Zeit genommen, hat uns durch die komplette Halle der Leatherman-Produktionswerkstatt geführt und hat uns fast den gesamten Tag selbst begleitet. Auch verschiedene Tools und die jeweiligen Entwicklungsgeschichten wurden uns ausführlich erzählt, was sehr spannend war. Das werde ich sicherlich niemals vergessen. Das war auf jeden Fall das absolute Highlight und eine absolute Ehre, ihn persönlich getroffen zu haben. Ebenfalls haben wir Tim auch auf einer Outdoor-Messe treffen dürfen, wo er uns ein signiertes Tool geschenkt hat. Ich glaube, das ist der Traum eines jeden Leatherman-Fans.

 

F: Wie ist Tim Leatherman denn als Person?

 

A: Er ist tatsächlich etwas zurückhaltend, aber sehr nett und offen. Er redet sehr gerne und auch viel, aber man hat nie das Gefühl, dass er in irgendeiner Form abgehoben ist. Er ist ein sehr bodenständiger Mensch - das macht ihn so sympathisch. Er behandelt dich mit Respekt und gibt dir als Zuhörer das Gefühl, etwas Besonderes zu sein – und das bei seiner Erfolgsstory. Er hat dieses unglaubliche Unternehmen auf die Beine gestellt und ist trotzdem auf dem Boden geblieben. Das ist schon beeindruckend. Man merkt seine Leidenschaft und seine Freude an jedem einzelnen Tool.

 

F: Ihr habt bereits viele Tools, u.a. das Skeletool®, Charge®+ TTI und das Free® P4 auf euren Reisen auf Herz und Nieren testen dürfen. Das neue Bond ist eine Hommage an das allererste Tool, das Tim Leatherman damals erfunden hat. Inwiefern hebt es sich sowohl für dein design affines Auge als auch für deinen praktischen Alltag unterwegs von den anderen Tools ab?

 

A: Also, das Bond® finde ich optisch so gut, weil man diesen Retro-Charakter daran erkennen kann. Ich finde das sehr stylisch. Es ist silbern und schlicht gehalten, was mir auch gut gefällt. Natürlich wirkt es, wie die anderen Tools auch, durch das Design und die glatte Oberfläche auf Bildern besonders hochwertig und edel. Es liegt aber auch durch die Leichtigkeit sehr gut in der Hand und ist dadurch praktisch für unterwegs. Das Bond ist für mich ein schöner ein Mix aus klassischem Design und Stabilität.

Gürel Sahin holding a leatherman bond

F: Worauf legst du bei deinen Multi-Tools besonders viel Wert?

 

A: Am meisten Wert lege ich auf das Gewicht. Da ist das Bond perfekt. Mit den ganzen Funktionen, die dieses eine Tool beinhaltet, bin ich unterwegs auf jeden Fall gut ausgerüstet! Es ist in der Regel so, dass es zwar sehr leichte Tools gibt, diese dafür aber sehr wenig Werkzeug beinhalten. Aber natürlich haben wir am liebsten so viel Werkzeug dabei, wie möglich. Das Gewicht macht also schon einen Unterschied aus, wobei ich auch sagen muss, dass ich bei meinem Charge+ TTI die Optik so sehr mag, dass ich es trotzdem manchmal mitnehme, auch wenn es etwas schwerer ist (lacht). Eigentlich habe ich somit für jeden Anlass und Zweck das richtige Tool parat (lacht).

 

F: In welchen Situationen brauchst du das Leatherman schon?

 

A: Mindestens zwei Mal die Woche sind wir im Büro dankbar dafür, ein Leatherman dabei zu haben. Es ist genauso, wie Tim Leatherman es damals so schön sagte, als wir ihn kennenlernten: „Man weiß gar nicht, wie oft man ein Leatherman eigentlich braucht, bis man einen hat.“ Erst dann merkt man, wie wichtig er eigentlich ist. Mein Leatherman kommt sehr oft zum Einsatz – für alles Mögliche im Büro, aber natürlich auch außerhalb. Bei Raststätten-Aufenthalten, beim Einstellen des Statives während des Fotografierens… Es ist einfach gut, ihn parat zu haben.

 

F: Gibt es Momente, in denen du automatisch zum Leatherman greifst?

 

A: Ich greife automatisch zum Leatherman, wenn wir Post kriegen, denn da weiß ich, dass ich mit einem Handgriff das Paket öffnen kann – auch wenn er dafür nicht konzipiert worden ist (lacht). Aber wir haben auch schon Zuhause, eher zum Leatherman gegriffen, wenn wir etwas aufbauen, wie zum Beispiel Möbel, obwohl man ja eigentlich einen Werkzeugkasten hat. Das haben wir vor allem in der Pandemie häufiger gemacht als früher. Bevor wir an die Werkzeugschublade gehen, greifen wir zum Leatherman und dann baut man mal eben den Grill zusammen, dann baut man einen Schrank zusammen, dann mal eben eine Kommode. Also – das ist tatsächlich so, dass man sich zuerst den Leatherman schnappt. Hätte ich früher auch nicht gedacht – es hat ja in der Regel jeder Mensch Werkzeug zuhause. Aber ein Leatherman hat halt alles, was man braucht!

 

F: Es sind alltägliche Momente, die wir in den letzten anderthalb Jahren anders erleben als sonst. Gibt es Momente, die ihr dadurch viel bewusster wahrnehmt?

 

A: Definitiv. Durch die Pandemie erleben Martha und ich Reisen und andere Dinge, die vorher für uns selbstverständlich waren, viel intensiver. Das kann ich auf jeden Fall für mich festhalten nach unserem letzten Ausflug in die Dolomiten. Man versucht diese Momente so gut es geht auszuschöpfen, weil man einfach weiß, es könnte auch jetzt in ein paar Monaten wieder heißen, dass wir nicht mehr verreisen dürfen. Wir denken jetzt auch mehr an die Menschen, die von diesen Reisebeschränkungen besonders hart betroffen sind, wie zum Beispiel diejenigen, die vom Tourismus leben. Wir machen uns einfach mehr Gedanken darüber, wo wir sind, was man dort macht und mit wem man seine Zeit verbringt. Das hat man vorher nicht so auf dem Schirm gehabt – man konnte ja immer alles machen.

 

F: Moments Made ist eine ganz besondere Leatherman-Kampagne. Es geht um neue Möglichkeiten, die sich nach der Corona-Zeit in sowohl Gesellschafts- als auch in Arbeitsleben ergeben. Darum, dass viele Dinge neu betrachtet werden (sollten) und darum, sich auf das Wesentliche zu besinnen. Welche Möglichkeiten und Chancen konntet ihr ergreifen?

 

A: Ich glaube, dass uns diese Zeit gelehrt hat, dass es vor allem auf den Zusammenhalt in Partnerschaften, in der Familie, aber auch in Freundschaften ankommt. Man muss sich in Krisensituationen aufeinander verlassen können und vertrauen. Ich denke schon, dass man dann einige Dinge noch einmal hinterfragt und es sich neue Möglichkeiten ergeben. Man nimmt Momente und Erlebnisse gemeinsam bewusster wahr. Es gab aber auch im beruflichen Kontext einige Möglichkeiten für uns als Fotografen. Zum Beispiel konnten wir unsere Arbeit digitalisieren; Sprich, wir können mehr am PC machen. Praktisch wie Homeoffice. Das Reisen selbst sehen wir definitiv als großes Privileg und nicht für selbstverständlich an.

 

F: Habt ihr Pläne für die Zukunft? Habt ihr Wunschprojekte oder sind sogar größere Reisen geplant?

 

A: Unser Wunsch ist natürlich, dass wir dieses Jahr noch in die USA können. Wir würden gerne noch den ein oder anderen Nationalpark besuchen. Einfach wieder ein echtes Abenteuer erleben! Mittlerweile ist so eine Fernreise auch bei uns gut was her. Martha und ich würden uns total freuen, wenn wir ein afrikanisches Land oder die USA besuchen können. Das wäre der größte Traum. Ich hoffe, dass das bald wieder möglich ist!

 

F: Und zu guter Letzt: Wenn du dir ein Tool selbst zusammenstellen könntest, welche Funktionen und Gadgets hätte es?

 

A: Zum einen natürlich Messer und Säge. Das sind die beiden Tools, die ich am meisten benutze, neben dem Schlitz- und Kreuzschraubenzieher. Zusätzlich hätte ich gerne noch einen austauschbaren Inbus. Wäre auch sehr wichtig, weil Kamera-Equipment immer mit Inbus funktioniert. Ansonsten bin ich happy mit dem, was ich habe. Wenn mein Signal nicht schon praktischerweise einen Feuerstein, Flaschen- und Dosenöffner integriert hätte, wären das meine absoluten Wunsch-Gadgets – das ist für Abenteurer nie verkehrt. Eine Art Zahnstocher wäre vielleicht noch praktisch. Man braucht immer mal ein spitzes Teil zum Pieksen.

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